Kathan trommelt meisterlich(AALEN/lem) Die Trommel, sie muss das "Ur-Instrument" gewesen sein. Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn Kathan die Trommeln beackert. Eine ganze Batterie ist aufgereiht im "Podium". Djembe, Berimbao, Atabaque oder die bekanntere Conga, so heißen sie. Oder eben die "Dundun" von einem Stamm zwischen Senegal und Mali, die sich der Zauberer an den Trommeln umhängt. Archaisch, auf den Bauch zielend, mitreißend und doch feinsinnig, filigran ist die Musik, sind die Klänge und Töne von Herman Kathan. Er entführt in mystische Welten, in die Ursprünglichkeit und in die Musik mit Kultfunktion. Aber nicht nur. Nach seiner Tour mit "Buschwerk & The Masters of Groove" hat Kathan nun ein neues kleines, feines Projekt gestartet, zusammen mit Torsten Krill am Schlagzeug. Dadurch werden die archaischen Klänge plötzlich ganz aktuell. In den Kompositionen und Improvisationen spannen sich die weiten Bögen von der traditionellen Musik Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bis weit hinein in die Welt digitaler Sounds und vokaler Grooves mit Klängen aus der Jazz- und Rockmusik. Musik und da besonders das Trommeln, teilt Kathan mit, ist eine der zentralen Ausdrucksformen des Menschen: Etwa wenn er wie in Trance die Hände über die Ziegenhaut gleiten lässt oder furiose Basstrommel-Sätze in den Raum schickt. Erschienen: 04.03.2009 |
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